Das Chemnitzer Modell: Vernetzung einer Region

Das Pilotprojekt des Chemnitzer Modells, die Strecke Chemnitz – Stollberg, zeigt bereits seit 2002, wie das Umland schnell und bequem mit dem Oberzentrum Chemnitz verbunden werden kann. Ziel ist es, ein nachhaltiges Verkehrskonzept im gesamten Raum Chemnitz zu gestalten. Das so genannte Zielnetz 2020 (komplette Fertigstellung des Chemnitzer Modells) werden 226 Kilometer Eisenbahn- und Straßenbahngleise bilden.
Die Vernetzung der Region mit Chemnitz erfolgt in fünf Ausbaustufen. Bis 2020 sollen die Pläne umgesetzt sein. Stufe 1: Einfahrt Chemnitzer Hauptbahnhof Stufe 2: Ausbau Chemnitz – Thalheim Stufe 3: Ausbau Chemnitz – Niederwiesa Stufe 4: Norderweiterung Limbach-Oberfrohna Stufe 5: Ausbau Stollberg – OelsnitzDie Finanzierung – Mit dem Rahmenantrag ins BundesprogrammIm September 2010 wird der Rahmenantrag zur Förderung der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen beim Freistaat Sachsen eingereicht. Grundlage für diesen Rahmenantrag war die Nutzen-Kosten-Untersuchung, welche in diesem Sommer fertig gestellt wurde. Sie bescheinigt dem Projekt Chemnitzer Modell, dass es volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Der Rahmenantrag ist die Voraussetzung dafür, dass das Chemnitzer Projekt im Rahmen des Bundesprogramms umgesetzt werden kann. Für jede einzelne Stufe des Chemnitzer Modells wird es noch spezifizierte Anträge geben. Für die Stufe 1 – die Einfahrt Chemnitzer Hauptbahnhof – wurde dieser konkrete Fördermittelantrag bereits gestellt. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hatte bereits im Sommer 2009 eine Förderung des Projektes in Aussicht gestellt. Insgesamt sollen in das Chemnitzer Modell etwa 264 Millionen Euro investiert werden. Für die erste Stufe werden 32,5 Millionen Euro veranschlagt. Die erste Stufe – Großer Bahnhof für Zug und Straßenbahn Die erste Stufe des Chemnitzer Modells ist die Neugestaltung des Chemnitzer Hauptbahnhofes mit der Einbindung der Straßenbahn und der Verknüpfung mit dem Eisenbahnnetz. Mit dem Umbau und der Öffnung der Bahnsteighalle und des Querbahnsteiggebäudes werden die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, damit die Züge aus Richtung Burgstädt, Mittweida und Hainichen im Straßenbahnnetz zur Zent-ralhaltestelle bzw. nach Altchemnitz fahren können. Aktuell wird durch den VMS im Bereich der ehemaligen Bahnsteige 3 bis 5 gebaut. Die Bahnsteige 3 und 4 wurden komplett entfernt. Hier liegen keine Gleise mehr. Der Gepäck- und Posttunnel wurde verfüllt. Neu ist die Stützmauer, die Voraussetzung für den Bau des neuen Gleises 28 am Bahnsteig 5 ist. Diese Stützmauer wird eine Art „Grenze“ zwischen dem Gleis der DB AG und den künftigen Linien des Chemnitzer Modells. Der Bahnsteig 5 bleibt an der gewohnten Stelle, hier werden die Züge in Richtung Leipzig abfahren. Die Linien des Chemnitzer Modells werden auf der anderen Seite der Stützmauer halten – 2,5 Meter unter dem jetzigen Bahnsteigniveau. Von hier werden sie durch das Querbahnsteiggebäude auf das Straßenbahnnetz fahren. Das Querbahnsteiggebäude wird geöffnet und es bleibt nur eine tragende Konstruktion stehen. Mit dem Umbau dieses Gebäudes wird Anfang 2011 begonnen. Ebenfalls 2011 startet der Umbau im Bereich Straße der Nationen zwischen Unigebäude und der Zillestraße. Hier werden neue Gleise gelegt und eine neue Haltestelle gebaut.

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