Chemnitzer Modell: Stufe 2 geht in die Planungsphase

(Chemnitz) In der Bürgerversammlung am 18. Mai 2011, ab 17 Uhr in der Mensa der TU Chemnitz in der Reichenhainer Straße stellen die Verantwortlichen der Stadt Chemnitz und des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) den Stand der Vorplanungen zur sogenannten 2. Stufe des Chemnitzer Modells vor.
Diese Stufe umfasst den Ausbau der Strecke vom Südbahnhof in Chemnitz bis nach Thalheim. Kernstück der Planungen ist der Neubau einer zweigleisigen Strecke zwischen Bernsdorfer Straße und der Anbindung an das Eisenbahnnetz. Zu diesem Kernstück werden in der Bürgerversammlung die Ergebnisse der Variantenprüfungen, welche das Ingenieurbüro pmp INFRA GmbH aus Halle durchführte, vorgestellt.
Es gibt drei Teilabschnitte der Variantenprüfung:

1. Querschnitt Reichenhainer Straße
Hier werden die verschiedenen Varianten betrachtet, wie die Straßenbahntrasse in die Reichenhainer Straße eingebunden werden soll.
Folgende Varianten wurden untersucht:
• zweigleisige Führung auf der landwärtigen Richtungsfahrbahn
• zweigleisig in Mittellage
• zweigleisige Führung auf der stadtwärtigen Richtungsfahrbahn
• je ein Gleis pro Richtungsfahrbahn
Bei den Untersuchungen waren besonders städtebauliche Aspekte (z. B. Grünstreifen/Bäume) sowie die Bedürfnisse der Fußgänger, Radfahrer und Anwohner (z. B. Parkplätze) zu beachten.
2. Anbindung Bernsdorfer Straße
Die Möglichkeiten, über die Turnstraße, Lutherstraße oder Dittesstraße die Verbindung zwischen der bestehenden Trasse der Bernsdorfer Straße und der Reichenhaier Straße herzustellen, werden ausgewertet.
Wichtigste Schwerpunkte der Prüfung waren bzw. sind: Planung des Zweigleisigen Abzweigs in die Bernsdorfer Straße, die Emtwicklung eines Verkehrskonzeptes für alle Verkehrsarten, gegebenenfalls auch mit alternativer Führung des Verkehrs.
3. Haltestelle Hörsaalzentrum
Für die der neu zu schaffenden Haltestelle muss eine besondere Haltestellenlösung mit hochwertigem Gestaltungsansatz entwickelt werden.  Dabei muss v. a. die zentrale Lage im Campus angemessen berücksichtigt, die mögliche Verlängerung in Richtung Friedhof und Sportzentrum beachtet, eine Zwischenwendemöglichkeit aus Richtung Stadtzentrum gefunden und die Verknüpfung der landwärtigen Busse mit der Straßenbahntrasse sichergestellt werden.   
Zu den verschiedenen Varianten und den Gründen für die gewählten Vorzugsvarianten werden heute Vertreter der Stadt Chemnitz, des Verkehrsverbundes Mittelsachsen und Herr Dr. Frank Greßler, Geschäftsführer der pmp INFRA GmbH, ausführlich informieren und mit den interessierten Chemnitzer Bürgern diskutieren. 
Die konkreten Entwurfsplanungen erfolgen 2012, im Jahr 2013 wird das Planfeststellungsverfahren laufen. Ab 2014 kann dann voraussichtlich gebaut werden.

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