Chemnitzer Modell

Stufe 5: Ausbau Stollberg - Oelsnitz

Stand Planung:

Die Pilotstrecke Chemnitz – Stollberg soll nach Oelsnitz fortgeführt werden. Dazu ist der Neubau einer etwa 3,5 Kilometer langen eingleisigen Eisenbahnstrecke über das Gewerbegebiet Stollberger Tor vorgesehen. Auf dem Neubauabschnitt sollen 3 Haltestellen gebaut werden. Die bestehende Strecke nach Oelsnitz wird in Richtung Oelsnitz mit einer Kreuzungsstelle und einem elektronischen Stellwerk ergänzt.

Ziel dieser Verlängerung ist die Verbesserung der Erschließung des Bandes Niederdorf – Stollberg – Oelsnitz, welches dicht bewohnt ist. Für die Bürger ist mit dem Ausbau der Stufe 5 hier eine schnelle, bequeme und umweltfreundliche Anbindung an das Oberzentrum Chemnitz möglich, die zum Umstieg in den ÖPNV einlädt.

Die Stufe 5 ist als Teil des Chemnitzer Modells im Gesamtprojekt im Rahmen der Beantragung der Mittel über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) mit einbezogen. Mögliche Varianten für die Streckenführungen für den Abschnitt Stollberg – Oelsnitz wurden bereits untersucht. Dabei wurden folgende Lösungen geprüft: Varianten 1 – 3: Neubaustrecke über Gewerbegebiet Stollberger Tor, Anbindung Wohngebiet, Einbindung in bestehende Strecke Stollberg - St. Egidien Variante 4: Einfahrt Bahnhof Stollberg, Fahrtrichtungswechsel („Kopfmachen“) und Weiterfahrt Richtung Oelsnitz Variante 5: Wiederaufbau Gleisdreieck Niederdorf. Verdichtung Chemnitz-Niederdorf Flügelung in Niederdorf nach Bf Stollberg und Bf Oelsnitz Wichtig für die Entscheidung sind u. a. bahnbetriebliche Belange, die Erschließung des Stadtgebietes Stollberg, die Erreichbarkeit, die Lage und das Einzugsgebiet der Haltestellen, die Genehmigungsfähigkeit, der Flächenbedarf/Flächenerwerb, die Bauzeit und die notwendigen Eingriffe in Natur und Umwelt. Diese Kriterien ergaben, dass Variante 3b die geeignetste für eine Erschließung des Gewerbegebietes „Stollberger Tor“ ist. Diese Streckenvariante führt vom Bahnhof Stollberg parallel zur Bahnhofstraße zur B 169/180. Von hier erschließt sie über die Auer Straße die dortigen Gewerbe- und Handelsflächen. Nach der Hohensteiner Straße verläuft die Strecke links vom Bürgergarten ein Stück parallel zur A 72, die sie etwa in Verlängerung der Alfred-Kempe-Straße unterqueren wird. Nördlich der A 72 wird sie dann in das Bahnbestandsnetz eingebunden. Die vorgesehenen Haltestellen sind: Gewerbegebiet, Kaufland Auer Straße und am Wohngebiet an der Albrecht-Dürer-Straße. Das Vorziehen der Planungen für die Stufe 5 des Chemnitzer Modells wurde möglich, da der Stollberger Stadtrat für Planungsleistungen einen Betrag von 180.000 € aus dem Haushalt vorfinanziert. Für die Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung werden in Summe etwa 1,8 Mio. Euro benötigt. Der VMS muss einen Eigenanteil von 10 % leisten. Diese Summe wird vorerst durch die Stadt Stollberg getragen, da beim VMS die Stufe 5 des Chemnitzer Modells erst für einen späteren Zeitpunkt geplant war.

Ziel ist es, die Bauarbeiten bis Ende 2019 weitestgehend abzuschließen.

Unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)