Chemnitzer Modell

Stufe 1: Einfahrt Chemnitz Hauptbahnhof

Rückblick Bau:

  • Das Querbahnsteiggebäude
  • Abriß der Außenfassade

Teil Öffnung "Querbahnsteiggebäude"

Am 22. August 2011 begannen am Querbahnsteiggebäude des Chemnitzer Hauptbahnhofes die Entkernungsarbeiten. Die Entkernung des Gebäudes kostet etwa 300 T€.

Bis Anfang 2012 wurde daran gearbeitet, dass Wände, Decken und auch die „Außenhülle“ des Gebäudes komplett entfernt wurden. Aktuell sieht man das Stahlskelett, ähnlich wie auf dem Foto während der Hallenmontage aus den 70er Jahren von Werner Kluge, Projektleiter Stahlbau und Autor des Konstruktionsentwurfes der Bahnsteighalle, zu sehen ist.

Die erste Öffnung der Außenfassade wurde am 9. September 2011 mit einem Bauinfotag auf dem Hauptbahnhof gefeiert. Das Querbahnsteiggebäude wird nun komplett entkernt, die Statik den neuen Bedingungen angepasst und danach erhält es eine neue Fassade.

Beginn:  August 2011
Ende:     März 2012 / abgeschlossen

Teil „Freizug Querbahnsteiggebäude“

Als Voraussetzung für den Umbau mussten die Mieter des Querbahnsteiggebäudes neue Räume im Hauptgebäude des Hauptbahnhofes erhalten. Im Querbahnsteiggebäude standen ursprünglich ca. 200 qm Nutzfläche für Büros und Gewerbe zur Verfügung. Im Historischen Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes wurden diese Flächen durch Sanierung bis dahin ungenutzter Flächen wieder im vollen Umfang zur Verfügung gestellt. Jetzt sind hier Bahnhofsmission, Bahnhofsmanagement, Bundespolizei, Citybahn Chemnitz, Fundbüro und DB-Servicepoint in modernen Räumen zu finden.

Beginn:  September 2009
Ende:     September 2010 / abgeschlossen

Errichtung der Stützmauer im September 2010

Errichtung Stützwand und Rückbau Bahnsteige 3/4

Neben dem Gleis 28 der DB AG (Bahnsteig 5) wurde eine Stützwand errichtet, welche den künftigen Bereich des Chemnitzer Modells von den Gleisen der DB abgrenzt. Damit der Knoten Chemnitz im Oktober 2011 in Betrieb gehen konnte, wurde die Stützmauer als eine der ersten Umbaumaßnahmen Ende 2010 abgeschlossen.

Beginn:  Juni 2010
Ende:     Dezember 2010 / abgeschlossen

Teil "Verkehrsinfrastruktur"

Der Bau der Verkehrsinfrastruktur bezieht sich auf den Bereich Straße der Nationen, Hauptbahnhof und Bahnhofstraße/Georgstraße.

Im Freigelände zwischen der Straße der Nationen und dem Bahnhofsgebäude entstand die größte der neuen Stützwände. Die Wand stützt den Höhenunterschied zwischen dem Bahngelände und der neu entstehenden Auffahrt für die Bahnen des Chemnitzer Modells und der Straßenbahn ab.

Im Hauptbahnhof wurden die ehemaligen Bahnsteige 3 und 4 komplett zurückgebaut. Der Gepäck- und Posttunnel wurde verfüllt. Neu gebaut wurde eine Stützmauer als Voraussetzung für den Bau des neuen Gleises 28 am Bahnsteig 5. Diese Stützmauer ist eine Art „Begrenzung“ zwischen den Gleisen der Deutschen Bahn AG (Ebene ab Bahnsteig 5) und den Gleisen des Chemnitzer Modells (Ebene Bahnsteig 1 bis 4). Der Bahnsteig 5 blieb an gewohnter Stelle, hier fahren auch weiterhin die Züge in Richtung Leipzig ab. Die Straßenbahnen der CVAG und die City-Bahn nach Stollberg sowie die zukünftig umsteigefrei in das Straßenbahnnetz verkehrenden Züge des Chemnitzer Modells halten auf der anderen Seite der Stützmauer - 2,5 Meter unter dem ehemaligen Bahnsteigniveau. Von hier aus fahren sie durch das geöffnete Querbahnsteiggebäude auf das Straßenbahnnetz.

Beginn:  Juli 2010
Ende:     Februar 2014 / abgeschlossen

Bauarbeiten im November 2011

Umbau Straße der Nationen

Auf der Straße der Nationen zwischen Unigebäude und Zillestraße wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt: neue Gleise gelegt, eine neue Haltestelle gebaut, Leitungen umverlegt und eine neue Lichtsignalanlage errichtet.

Beginn:  Mai 2011
Ende:     Dezember 2011 / abgeschlossen

Weiterführung der Gleise bis in die Bahnsteighalle

Zur Einfahrt in den Hauptbahnhof wurden im Anschluss an die bereits 2011 entstandenen Gleisanlagen entlang der Straße der Nationen zwischen Georgstraße und Heinrich-Zille-Straße weitere neue Gleise und Weichen zwischen Heinrich-Zille-Straße und der Bahnsteighalle im Hauptbahnhof verlegt. Zwischen dem Hauptgebäude der Technischen Universität und der Bahnsteighalle im Hauptbahnhof erfolgte die Errichtung der Fahrleitungsanlage mit 32 Masten und rund 1,8 km Fahrleitung. Zudem entstanden ein Gleichrichterunterwerk zur Bahnstromversorgung des neuen Streckenabschnittes sowie weitere technische Ausrüstungen wie Signale und Weichensteuerungen. Im Freigelände hinter der Bahnsteighalle war auch der Bau einer Stützmauer zum Abfangen des Höhenunterschiedes zwischen der Rampe für die Straßenbahngleise und dem übrigen Bahngelände erforderlich. In der Bahnsteighalle selbst entstanden die Bahnsteige 1-4 einschließlich der Bahnsteigausstattung und Fahrgastinformationsanlagen komplett neu. Die Bahnsteige 1 und 2 werden durch die Straßenbahnen der CVAG und die City-Bahn nach Stollberg, die Bahnsteige 3 und 4 durch die zukünftig umsteigefrei in das Straßenbahnnetz verkehrenden Züge des Chemnitzer Modells genutzt.

Beginn:  April 2012
Ende:     Februar 2013 / abgeschlossen

Fertigstellung Fassade/Hochbau

An der Längs- und Querseite der Bahnsteighalle zur Mauerstraße bzw. Bahnhof-/Georgstraße hin wurde eine komplett neue Außengestaltung in Form einer Folienkissenfassade realisiert. Diese besteht aus etwa 100 mattierten pneumatischen Kissenelementen mit einer Gesamtfläche von etwa 3 800 qm in unterschiedlichen Größen mit einer Höhe von bis zu 3,50 m und einer Länge von bis zu 27 m. Mittels zweier Kompressoren wird über ein Schlauchsystem ständig Luft in die Kissen geleitet, so dass sie permanent unter leichten Überdruck stehen. Im Bereich der Gebäudeecke Georg-/Mauerstraße ist eine Illuminierung der Kissenfassade durch eine hinterlegte LED-Lichtpunktmatrix vorgesehen. Es werden 3850 LED-Lichtpunkte, einzeln ansteuerbar von 0 - 100% Lichtleistung, verbaut. So entstehen ca. 1150 qm „bespielbare“ Fassadenfläche.

Die etwa 2600 qm große Innenseite der Quer- und Längsfassade wird durch mit einem technischem Textil bespannte Metallrahmen in verschiedenen Größen gebildet, die ähnlich wie an der Außenfassade versetzt angeordnet sind. Das für die Bespannung verwendete nicht brennbare Glasfasergewebe erhält durch eine silberne Teflon-Beschichtung eine besondere Langlebigkeit.

Durch die Öffnung der Bahnsteighalle im Bereich der ehemaligen Kopfbahnsteige war eine statische Ertüchtigung und Anpassung der Stahlkonstruktion an der Stirnseite der Bahnsteighalle zur Bahnhof-/Georgstraße hin erforderlich. Hier wurde die Hälfte der Stützen verstärkt und im unteren Bereich mit Beton ummantelt, anschließend konnte durch Entfernung jeder zweiten Stütze die lichte Breite auf jeweils etwa 9 Meter erweitert werden.

Beginn:  Januar 2013
Ende:     Oktober 2013 / abgeschlossen

Durchbindung der Gleise vom Hauptbahnhof zur Bahnhofstraße

Nach dem Rückbau der alten Fahrleitungs- und Gleisanlagen begann zunächst der Medientiefbau mit Verlegung neuer Ab- und Trinkwasserleitungen, bevor die neuen Gleisanlagen in diesem Bereich verlegt wurden. Zwischen den Gleisen des Chemnitzer Modells in der Bahnsteighalle (Gleise 1 - 4) und der Haltestelle Hauptbahnhof, Bahnhofstraße (ehemals Hauptbahnhof) am Bahnhofsvorplatz entstand eine zweigleisige Gleisanlage mit 3 Weichen, einer neuen Fahrleitungsanlage und weiteren technischen Ausrüstungen, wie Lichtsignalanlagen und Weichensteuerungen.

Beginn:  März 2013
Ende:     Juni 2014 / abgeschlossen

Ausbau der Bahnhof-/Georgstraße und Mauerstraße

Im Zuge des kompletten Neubaus der zweigleisigen Gleisanlage auf der Bahnhofstraße zwischen der Haltestelle Hauptbahnhof, Bahnhofstraße und den Gleisen des Chemnitzer Modells (Bahnsteig 1 bis 4) in der Bahnsteighalle entstanden auch die beiden einspurigen Fahrbahnen sowie die Fusswege auf beiden Straßenseiten neu. Zudem wurden die gemeinsamen Masten für die Fahrleitung und Straßenbeleuchtung erneuert.

An der Längsseite der Bahnhofshalle sowie auf der Straßenseite zur Technischen Universität hin wurden dauerhaft Haltestellen für jeweils 2 Busse des Schienenersatzverkehrs eingeordnet. Am Seiteneingang in Höhe des Zugangs zum Bahnsteig-Tunnel sowie zur Treppe in die Bahnhofshalle entstanden zusätzlich zwei neue Behindertenparkplätze.

In der Georgstraße wurden zunächst die bis zum April 2011 genutzten alten Gleisanlagen vollständig zurückgebaut. Nach Abschluss des Medientiefbaus entstand die Georgstraße in angepasstem Straßenquerschnitt neu. Dabei erfolgte auf der Straßenseite zur Technischen Universität hin die Einordnung eines Parkstreifens mit Fahrradabstellanlage sowie einen Behindertenparkplatz.

Die Mauerstraße entstand zwischen Georgstraße und Minna-Simon-Straße einschließlich des Fussweges entlang der Stützmauer ebenfalls neu.

Beginn:  März 2013
Ende:     Juni 2014 / abgeschlossen

Fertigstellung Freifläche zur Mauerstraße

An der Längsseite der Bahnsteighalle zur Mauerstraße hin entstand eine Freifläche mit Sitzgelegenheiten und 12 Bäumen, die über eine Freitreppe am Bahnsteig 1 in der Bahnsteigahlle sowie eine Treppe von der Georgstraße aus erreichbar ist.

Beginn:  Juli 2014
Ende:     November 2014 / abgeschlossen

Eisenbahninfrastrukturanschluss

Der Eisenbahninfrastrukturanschluss ist die Voraussetzung für den Anschluss der Gleise 3 und 4 des Chemnitzer Modells an das Gleisnetz der Deutschen Bahn AG. Neben der eigentlichen Anschlussweiche in das Eisenbahnnetz wurden zwei weitere Weichen eingebaut. Eine verbindet die Gleise miteinander, die andere führt zu einem Gleisstumpf, der als Flankenschutz dient.

Beginn:  August 2014
Ende:     2015 / abgeschlossen

Unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)