Chemnitzer Modell

Stufe 5: Ausbau Stollberg - Oelsnitz

Ziel und Ausblick

Auf dem Neubauabschnitt sollen vier Haltestellen gebaut werden. Die bestehende Strecke nach Oelsnitz wird in Richtung Oelsnitz mit einer Kreuzungsstelle und einem elektronischen Stellwerk ergänzt.

Mögliche Varianten für die Streckenführungen für den Abschnitt Stollberg – Oelsnitz wurden bereits untersucht. Wichtig für die Entscheidung sind u. a. bahnbetriebliche Belange, die Erschließung des Stadtgebietes Stollberg, die Erreichbarkeit, die Lage und das Einzugsgebiet der Haltestellen, die Genehmigungsfähigkeit, der Flächenbedarf/Flächenerwerb, die Bauzeit und die notwendigen Eingriffe in Natur und Umwelt. Die Kriterien ergaben folgende priorisierte Streckenvariante: Vom Bahnhof Stollberg aus wird die Strecke zunächst in Richtung Süden und anschließend durch das Gewerbegebiet Stollberger Tor bis zur Anbindung an die Bestandsstrecke Richtung Oelsnitz in Niederwürschnitz ausgebaut. Es erfolgt der Neubau eines Brückenbauwerks über die Zwickauer Straße in Stollberg. Die Auer Straße, die durch das Gewerbegebiet führt, erhält eine Bahntrasse. Hinter dem Bürgerpark wird eine anspruchsvolle Unterquerung der Autobahn A4 entstehen. Die vorgesehenen Haltestellen sind: Grüner Winkel, Gewerbegebiet, Kaufland und am Wohngebiet an der Albrecht-Dürer-Straße.

Die Strecke wird die gleiche Ausrüstung wie die Pilotstrecke, also eine Elektrifizierung und ein elektronisches Stellwerk, erhalten, um sie mit Zweisystemfahrzeugen und dem bewährten Betriebsprogramm befahren zu können. Sie wird außerdem mit moderner Sicherungs- und Kommunikationstechnik ausgestattet. Weiterhin erfolgen die Einrichtung von Schallschutz, umwelttechnische Ausgleichsmaßnahmen und der Ausbau des Bahnhofs in Oelsnitz.

In Fortsetzung des bewährten Fahrplans zwischen Chemnitz und Stollberg werden die Züge auch auf dem neuen Abschnitt halbstündlich fahren. Zwischen Stollberg und Oelsnitz ergibt sich gegenüber dem heutigen Verkehrsangebot damit eine Verdoppelung der Taktfolge.

Unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.