Chemnitzer Modell

Stufe 2 - Teilabschnitt Eisenbahn

Idee und Ziel

Die vorhandene Eisenbahnverbindung von Chemnitz nach Aue beginnt am Hauptbahnhof und verläuft über den Südbahnhof weiter in Richtung Einsiedel. Vorgesehen für das Projekt Chemnitzer Modell ist die Anbindung der weiter im Zwönitztal verlaufenden Bestandsstrecke an das Chemnitzer Stadtzentrum über den Campus der Technischen Universität.

Nach Fertigstellung des ersten Teilabschnittes Straßenbahn Ende 2017 bis zum Technologiepark steht nun der weitere Ausbau der Strecke in Richtung Thalheim und Aue an. Am südlichen Ende des Südbahnhofes, etwa in Höhe der Fußgängerbrücke nahe der Wolkensteiner Straße, treffen zukünftig zwei von der Wendeschleife am Technopark neu zu errichtende, rund 200 Meter lange Verbindungsgleise auf die Bestandsstrecke. Straßenbahn- und Eisenbahnstrecke sollen ähnlich wie am Hauptbahnhof so miteinander verknüpft werden, dass die Fahrgäste aus dem Stadtzentrum umsteigefrei weiterreisen können.

Die Fahrzeuge verkehren dabei als Straßenbahn bis zum Technopark, dort findet die Umschaltung auf Dieselbetrieb statt und die Bahnen setzen ihre Fahrt über die Verknüpfungsstelle bis nach Thalheim und Aue im dieselelektrischen Betrieb fort.

Mit der Inbetriebnahme des Teilabschnittes Eisenbahn werden die Linien C13 und C14 aus Burgstädt und Mittweida nach Thalheim/Aue verlängert. Dann verkehrt die Linie C13 täglich zwischen den frühen Morgen- und den späten Abendstunden von Burgstädt nach Aue und zurück. Montag bis Freitag ganztägig sowie an Samstagen zwischen Vor- und Nachmittag verkehrt zusätzlich die Linie C14 stündlich von Mittweida nach Thalheim und verdichtet so in dieser Zeit das Fahrtenangebot zwischen Chemnitz und Thalheim auf einen Halbstundentakt. Sonntags verkehrt die C13 weiterhin im Stundentakt nach Thalheim und weiter nach Aue, während die C14 in Chemnitz endet. Die Linie C15 der Stufe 1 verkehrt, wie bereits jetzt, weiterhin zwischen Hainichen und der Wendeschleife am Technopark (Stand Mai 2020).

Bau

Um diesen dichteren Takt anbieten zu können, ist die Erfüllung zweier Voraussetzungen nötig: Zunächst wird eine höhere Anzahl an Fahrzeugen benötigt. Hierfür hatte der ZVMS im Jahr 2015 weitere Citylinks in Auftrag gegeben. Weiterhin wird eine leistungsfähigere Strecke benötigt, was die eigentliche Aufgabe der infrastrukturellen Realisierung des Teilabschnittes Eisenbahn ist: Der Abschnitt zwischen der Verknüpfungsstelle und dem Haltepunkt Chemnitz-Reichenhain wird zweigleisig ausgebaut. An letzterem entsteht, wie auch an den Bahnhöfen in Einsiedel und Meinersdorf jeweils eine neue ÖPNV-Verknüpfungsstelle. Drei neue Kreuzungsbahnhöfe sind in Dittersdorf, Meinersdorf und Zwönitz geplant. Außerdem wird die Bahn zukünftig fünf neue Haltepunkte in Chemnitz (Erfenschlag Ost), Einsiedel (Gymnasium, August-Bebel-Platz, Brauerei) und in Thalheim (Mitte) bedienen.

Unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland