Chemnitzer Modell

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Zusage des Freistaates Sachsen sichert Anschaffung von weiteren Fahrzeugen für Chemnitzer Modell Stufe 2, Citylink-Bahnen für Stufe 1 kommen ab August 2015 nach Chemnitz

26.06.2015

Die verbindliche Zusage durch den Freistaat Sachsen für eine Förderung der Fahrzeugbeschaffung ermöglicht die Anschaffung von vier weiteren Citylink-Fahrzeugen. Diese Bahnen werden für den Betrieb der Stufe 2 des Chemnitzer Modells Chemnitz - Thalheim – (Aue) benötigt.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung der vier Fahrzeuge betragen 23,7 Mio. EUR. Der Freistaat Sachsen fördert etwa 75% der Summe aus Landesmitteln. „Neben dem Ausbau der S-Bahnsysteme in Dresden und Leipzig ist das Chemnitzer Modell in Chemnitz eines der wichtigsten ÖPNV-Neubauvorhaben im Freistaat. Das Chemnitzer Modell ist ein hervorragendes Beispiel für die Mobilität der Zukunft. Durch das System erfolgt eine innovative, kunden – und umweltfreundliche Verknüpfung mit dem Chemnitzer Umland“, erklärt Verkehrsminister Martin Dulig.

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) hat auf Grundlage der gesicherten Finanzierung in ihrer Sitzung am heutigen Tag die Anschaffung der vier weiteren Citylink-Fahrzeuge des Herstellers Vossloh beschlossen. Der Eigenanteil des Verkehrsverbundes Mittelsachsen beträgt fast 6 Mio. EUR.

Barbara Ludwig, stellvertretende Verbandsvorsitzende des ZVMS, betont: „Wir sind sehr froh, dass der Freistaat Sachsen nach intensiven Gesprächen eine Möglichkeit gefunden hat, die Anschaffung von vier weiteren Fahrzeugen für das Chemnitzer Modell zu sichern. Damit sind auch die Weichen gestellt, dass wir 2018 sofort nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der Stufe 2 den Linienbetrieb starten können.“

Im Rahmen des Vergabeverfahrens zur Beschaffung der Zweisystemfahrzeuge für das Chemnitzer Modell hatte sich der VMS vom Hersteller Vossloh ein Optionsrecht für bis zu vier weitere baugleiche Fahrzeuge einräumen lassen. Eine Fertigungsunterbrechung mit erheblichen Folgekosten kann mit der nun bestätigten Anschaffung vermieden werden. Die zusätzlichen Fahrzeuge sollen bis 31. Oktober 2017 und damit rechtzeitig zum Start der Stufe 2 des Chemnitzer Modells geliefert werden.

Derzeit werden acht Zweisystemfahrzeuge für den Betrieb der Stufe 1 mit den Linien Chemnitz – Burgstädt, Chemnitz – Mittweida und Chemnitz – Hainichen gefertigt. In dieser Woche konnte die Werksabnahme des 1. Fahrzeugs für das Chemnitzer Modell starten. Drei Tage lang erfolgte unter Beobachtung einiger fachkundiger Mitarbeiter von Verkehrsverbund Mittelsachsen, City-Bahn Chemnitz und Chemnitzer Verkehrs-AG die Vorbereitung der Werksabnahme im Herstellerwerk von Vossloh.

Mit vor Ort im spanischen Valencia war Mathias Korda, Geschäftsbereichsleiter Verkehr/Infrastruktur des VMS „In den letzten Monaten konnten wir verfolgen, wie unsere Chemnitzer Fahrzeuge Gestalt angenommen haben. Schon die Testfahrten im Frühjahr dieses Jahres waren erfolgsversprechend. Jetzt geht es in die letzte Phase der Tests und Abnahmen, die bis November dieses Jahr dauern werden.“

Nach erfolgreicher Werksabnahme erfolgt der Transport der Fahrzeuge zunächst mit dem Schiff nach Antwerpen und anschließend auf der Schiene und Straße. Entgegen der ursprünglichen Planung des Herstellers Vossloh wird das 1. Fahrzeug allerdings direkt in das Prüf- und Validationscenter (PCW) im niederrheinischen Wegberg-Wildenrath zur Absolvierung von umfangreichen Testfahrten verbracht.

Im August 2015 werden dann die ersten beiden Fahrzeuge nach Chemnitz kommen. Die Bahnen werden gleich auf Testfahrt gehen. Zuerst werden sie im Straßenbahnnetz und anschließend auf den Eisenbahnschienen eingesetzt

Unterstützt durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)